
Dr. med. Felix Söller ist als Facharzt für Orthopädie im MVZ
im Helios tätig. Zu seinen Behandlungsschwerpunkten gehören
neben konservativen und minimal-invasiven Wirbelsäuleninterventionen
auch die operative Behandlung von Schultererkrankungen
sowie Knie-und Vorfußoperationen.
Herr Dr. Söller, welche krankhaften
Fehlstellungen der Wirbelsäule können eine
Störung der Statik nach sich ziehen?
Krankhafte Abweichungen vom natürlichen Verlauf
der Wirbelsäule sind gar nicht so selten und betreffen
meist die physiologischen, großbogigen Schwingungen
der Wirbelsäule. Ist die Brustwirbelsäule stark gekrümmt,
ist ein charakteristischer Rundrücken (Kyphose) die Folge.
Bei einer zu starken Krümmung der Lendenwirbelsäule
liegt ein Hohlkreuz (Lordose) vor. Besonders problematisch
kann eine seitliche Wirbelsäulenverbiegung sein, bei der
gleichzeitig die Wirbelkörper verdreht sind. Dieses Krankheitsbild
nennen wir Skoliose. Hier reicht der Schweregrad
von einer Verbiegung nur eines Wirbelsäulenabschnitts
bis hin zur vollständigen Abweichung der gesamten Wirbelsäule
von ihrer natürlichen
Doppel-S-Schwingung.
Obwohl eine ausgeprägte Fehlstellung der Wirbelsäule
meist schon im Rahmen der körperlichen Untersuchungen
aufgedeckt wird, sind in der Regel weitere Informationen
für eine exakte Diagnose notwendig, um eine individuell
abgestimmte Therapie einleiten zu können. Diese ermitteln
wir mithilfe der 4D-Wirbelsäulenvermessung.


