Über die üblichen Hygieneregeln im Umgang mit Obst und Gemüse hinaus wird vorsorglich bis auf weiteres empfohlen, Tomaten, Salatgurken und Blattsalate insbesondere in Norddeutschland nicht roh zu verzehren.
Selbstverständlich gilt insbesondere auch derzeit, dass Personen mit Durchfall unbedingt darauf
achten sollten, strikte Händehygiene einzuhalten – dies gilt vor allem gegenüber Kleinkindern und immungeschwächten Personen, aber auch angesichts der hohen Anzahl der EHEC-Infektion im Umgang unter erwachsenen Menschen.
Alle Situationen, in denen eine Schmierinfektion zwischen Menschen möglich erscheint (also ein unmittelbarer oder zeitnaher Kontakt von Kot des einen zum Mundbereich des anderen Menschen), sollten vermieden werden.
Das „Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR)“ hat speziell für die Zubereitung von Speisen einen Maßnahmenkatalog gegen eine Infektion mit EHEC-Bakterien herausgebracht:
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Vor der Zubereitung frischer Produkte die Hände 20 Sekunden mit warmem Wasser und Seife waschen.
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Das Nahrungsmittel unter fließendem Wasser abreiben, eventuell eine spezielle Gemüsebürste benutzen. Seife ist aber nicht nötig.
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Obst oder Gemüse selbst vor dem Schälen waschen, damit Keime nicht an Messer oder Hände gelangen (Achtung: Aktuelle Ergänzung unten!).
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Mit einem Küchentuch aus Papier abtrocknen, um die Keimzahl weiter zu verringern.
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Die äußeren Blätter von Kohl oder Kopfsalat wegwerfen.
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Rohes Fleisch getrennt von anderen Lebensmitteln lagern und zubereiten, auch beim Grillen.
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Flächen und Gegenstände nach Kontakt mit Fleisch, dessen Verpackung oder Tauwasser gut reinigen.
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Lappen und Handtücher danach wechseln und bei 60° C waschen.
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Menschen aus Risikogruppen sollten auf Zwiebelmettwurst, Teewurst, "Braunschweiger" und Rohmilchkäse verzichten.
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Kochen, Braten und Pasteurisieren (70° C für zwei Minuten im Kern des Lebensmittels) tötet EHEC ab.
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Gegen saures Milieu, Kälte (auch in der Gefriertruhe), Austrocknen oder Salz sind EHEC-Bakterien unempfindlich.
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Kinder im Streichelzoo oder auf dem Bauernhof beaufsichtigen: Essen und Trinken sollten die Kleinen außerhalb der Gehege zu sich nehmen.
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Auch im Haushalt und vor allem beim Toilettenbesuch ist Händehygiene wichtig.
! Aktuelle Ergänzung des BfR:
Die üblichen Hygienemaßnahmen, wie das Waschen und Schälen, reichen aus Sicht des BfR bei den drei verdächtigten Gemüsesorten derzeit nicht aus, da bereits geringe Keimmengen eine EHEC-Infektion auslösen können. Das Waschen von Gemüse bewirkt zwar eine Reduktion der Keimzahl, aber keine sichere Eliminierung des Erregers. Durch Händekontakt beim Schälen besteht die Gefahr der Verbreitung des Keims in der Küche. Eine sichere Abtötung von EHEC erfolgt nur, wenn das Gemüse erhitzt wird.
Nützliche Links:
Robert-Koch-Institut (RKI)
Bundesinstitut für Risikobwertung (BfR)
Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)


