Qi Gong & Tai Chi Chuan Fernöstliche Bewegungsmeditation Die Lebensenergie zum Fließen bringen, dem Stress entgegenwirken oder
verspannte
Bereiche des Bewegungsapparats wie den Rücken wieder in
Balance
zu bringen – dafür gibt es uralte Methoden aus China.
Vor allem die
Bewegungsmeditation
Qi Gong, die auch Bestandteil der Traditionellen
Chinesischen Medizin ist, oder das in China beliebte »Schattenboxen
«
Tai Chi Chuan finden immer mehr Anhänger.
Von Wendelin Lomeg
Qi Gong steht für den Weg
oder die Methode, die Lebensenergie
Qi zu stärken.
Die Ursprünge von Qi Gong liegen
vermutlich in Heiltänzen; sie sind
älter als die chinesische Schrift.
Doch seit es die Schrift gibt, also seit
etwa 3500 Jahren, wurden Tausende
von Übungen aufgeschrieben. Seidenzeichnungen von
Qi-Gong-Übungen sind
aus dem 3. Jahrhundert
v. Chr. erhalten.
Die Anfänge des Tai Chi Chuan
liegen ebenfalls im Dunkeln der
Geschichte. Der legendäre daoistische
Mönch Zhang Sanfeng (zwischen
dem 10. und 14. Jahrhundert)
gilt als Begründer des chinesischen
Schattenboxens. Bei Tai Chi Chuan
handelt es sich um eine der »inneren
« Kampfkünste, der bestimmte
Qi-Gong-Prinzipien bzw. Basisübungen
aus dem Qi Gong zugrunde
liegen.
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Beide »Bewegungsformen« sind eng
mit der daoistischen Philosophie
verbunden, in der dem Qi, der Lebenskraft,
sowie dem Prinzip von
Yin und Yang – die beiden Urkräfte
des Universums – zentrale Bedeutungen
zukommen.
Für einen starken Rücken
Hierzulande werden die beiden
fernöstlichen Methoden nicht nur
zur Entspannung, sondern immer
häufiger auch als Begleitmaßnahme Begleitmaßnahme
bei chronischen Erkrankungen
oder Problemen des Bewegungsapparats
empfohlen, so z. B. bei
Asthma
bronchiale, Bluthochdruck
oder Magen-Darm-Problemen. In
besonderem Maße profitieren Rückenschmerzgeplagte
von Qi Gong
oder Tai Chi: Regelmäßige Übungen
sorgen für eine bessere Körperhaltung
und kräftigen die Rückenmuskulatur,
ohne dass die Gefahr
einer Überlastung entsteht. Die gesundheitsfördernden
Effekte der
beiden Bewegungsmeditationen
insbesondere für den Rücken sind
inzwischen durch verschiedene Studien
belegt.