Freizeit
Zu jeder Jahreszeit gut für die Gesundheit -
Wandern in den Berchtesgadener Bergen
 

Wander-Tipp

Mit der gültigen Kurkarte der Orte Berchtesgaden, Schönau am Königssee, Bischofswiesen, Marktschellenberg und Ramsau fahren Gäste auf den Linien der RVO (Regionalverkehr Oberbayern) mit dem Bus gratis. Ausgenommen sind die Kehlsteinlinie, der AlmErlebnisBus (beide nur in den Sommermonaten), der Nachtschwärmer sowie der Ski-Pendelbus zum Rossfeld. Für die Fahrt zum Rossfeld muss lediglich die Maut für die Privatstraße bezahlt werden. Auf der Strecke in das benachbarte Salzburg ist nur eine geringe Zuzahlung erforderlich.

 

Nähere Informationen im Internet:

www.berchtesgaden.de
www.berchtesgadener-land.com
www.tourismus-berchtesgaden.de
www.salzzeitreise.de
www.rvo-bus.de
www.nationalpark-berchtesgaden.de
www.berchtesgadener-bauerntheater.de
www.kneifelspitze-berchtesgaden.de

 

 

Nicht weit von München entfernt, im äußersten südöstlichen Eck Deutschlands gelegen, trifft man auf eine der grandiosesten Berglandschaften in Europa: die Berchtesgadener Alpen. Die Bergkette rund um Berchtesgaden mit vielen Gipfeln um 2500 Metern Höhe wird dominiert vom berühmten Watzmann, mit 2.713 Metern der zweithöchste Berg Deutschlands. Allerdings ist der Watzmann nicht der höchste Berg der Berchtesgadener Alpen, denn weit im Süden am Rande des Steinernen Meeres, einem gigantischen Felsplateau, das vom Königssee bis zum Pinzgauer Saalachtal reicht und eine Fläche von 160 Quadratkilometer aufweist, begrenzt der Hochkönig mit fast 3000 Metern Höhe (2941 m) den österreichischen Teil der Berchtesgadener Alpen.

230 Kilometer Wanderwege laden ein
Das Netz der Wanderwege um Berchtesgaden und den umliegenden Gemeinden Bischofswiesen, Marktschellenberg, Ramsau und Schönau am Königssee umfasst viele Kilometer (allein im Nationalpark gibt es ca. 230 Kilometer Steige und Wege), wobei von sehr leicht bis sehr beschwerlich alle Schwierigkeitsgrade vorhanden sind. Immerhin 120 Kilometer davon sind auch im Winter und im Frühjahr gut begehbar.

Mit Bergbahnen und öffentlichen Verkehrsmitteln kombinieren
Wer seine Wanderung mit einer Fahrt mit einer der Bergbahnen oder mit den Bussen des öffentlichen Nahverkehrs kombiniert, vermeidet lange Anmarschwege zum eigentlichen Wandergebiet bzw. das häufig lästige Zurückgehen. Die Fahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln vermindert zudem die Belastung der Umwelt.
So ist beispielsweise eine reizvolle Wanderung (mit Rückweg etwa 3 Stunden) von Maria Gern auf die Kneifelspitze (1189 Meter) zu empfehlen. Oben auf dem Gipfel wartet ein imposanter Ausblick ringsherum auf alle Berchtesgadener Berge und in der Pauls-Hütte eine verdiente Brotzeit auf den Bergwanderer.

Ein unvergessliches Bergerlebnis bei schönem Winterwetter verspricht auch die Fahrt mit dem RVO-Bus an den Hintersee. Dort bietet sich eine Wanderung von der Südwestseite des Hintersees über die Nationalpark-Infostelle durch das Klausbachtal zur Wildfütterung und zurück zum Ausgangspunkt (ca. 1½ Stunden) an.

Ein Ausflug darf aber im Berchtesgadener Land nicht fehlen - die landschaftlich grandiose Fahrt mit dem Schiff über den Königssee nach St. Bartholomä. Dort auf der Halbinsel kann man eine Reihe von kurzen unbeschwerlichen Wanderungen unternehmen. Insbesondere ist der Weg Richtung Kärlinger Haus am Funtensee am See entlang bis zum Beginn der Serpentinen landschaftlich sehr lohnend. Konditionsstarke Bergwanderer gehen dort weiter über die "Saugasse" (ein serpentinenreicher Wegabschnitt) zum Kärlinger Haus in 1638 Meter Höhe. Bei schönem Wetter lohnt sich die erholsame Einkehr in den Biergarten neben der weltbekannten Kirche von St. Bartholomä.

Es bietet sich zudem die Weiterfahrt mit dem Schiff zur Saletalm an. Dort können Sie inmitten der gewaltigen Berglandschaft leichte Wanderungen am Obersee entlang zum Röthbachfall, einem 470 Meter hohen Wasserfall über zwei Stufen, unternehmen. Für Bergwanderer eröffnen sich hier oder auch von der Saletalm aus eine Reihe von Bergwanderwegen ins Steinerne Meer bzw. ins Hagengebirge, die allerdings eine gewisse Kondition erfordern, weil die Wege zumindest anfangs recht steil vom Talboden ansteigen.

Alternativen zum Wandern gibt es genug
Wer etwas ausspannen und nicht jeden Tag wandern möchte, trifft in Berchtesgaden und Umgebung auf eine Vielzahl von abwechslungsreichen Angeboten.
An oberster Stelle steht wohl bei den meisten Besuchern der Besuch des Salzbergwerks. Das Empfangsgebäude wurde kürzlich neu erbaut und die gesamte Konzeption der Führung durch das Bergwerk, die „SalzZeitReise“, neu gestaltet. Für die gesamte Unternehmung einschließlich Führung, Kartenkauf, Einkleidung in Schutzkleidung, die vom Bergwerk gestellt wird, und deren Rückgabe, sollte man etwa 1½ bis 2 Stunden einplanen.
Ein Rundgang durch den Markt Berchtesgaden lohnt sich zu jeder Tageszeit. Das Ensemble von reich verzierten Gebäuden in der Fußgängerzone steht im scharfen Kontrast zur gewaltigen Bergkulisse rund um den Ort. Gerade dadurch entsteht eine gemütliche Stimmung im Ort, die insbesondere in der Abenddämmerung ihren Höhepunkt findet. Viele Geschäfte laden zum Einkaufen ein und auch die Gastronomie bietet für jeden Geschmack das Richtige.
Wer es gern etwas nostalgisch haben möchte, der sollte eine Aufführung des „Berchtesgadener Bauerntheaters“ nicht versäumen. Dieses Theater genießt eine lange Tradition und gehört zu Berchtesgaden wie der Watzmann. Auch wenn die Wirklichkeit des bäuerlichen Lebens heute völlig anders ist als dies in den Stücken des Theaters dargestellt wird, wird hier doch das grundlegende Wesen der Bayern gezeigt: das darstellerische Talent, der Hang zum Theatralischen, die Direktheit der Ausdrucksweise, der schlagkräftige Mutterwitz und die Gabe, sich selbst und andere auf den Arm zu nehmen.
Natürlich sollte auf dem Ferienplan ein Ausflug in die nur etwa 20 Kilometer entfernte Mozartstadt Salzburg stehen. Es empfiehlt sich, die Fahrt nach Salzburg mit dem Bus der RVO zu unternehmen, vor allem wenn man Inhaber der Kurkarte (siehe Kasten rechts oben) und die Fahrt damit stark ermäßigt ist. Denn die Parkplatzsuche in der Innenstadt von Salzburg kann sich als sehr schwierig erweisen. Alternativ kann man auch mit der Bahn über Bad Reichenhall und Freilassing nach Salzburg fahren - allerdings gilt auf dieser Strecke die Preisermäßigung nicht.