Endlich wieder schmerzfrei
Die Morton Neuralgie effektiv behandeln

Obwohl mit höllischen Schmerzen verbunden ist die Morton Neuralgie eine der meist verkannten Fußerkrankungen. "Immer noch wird eine Morton Neuralgie oft übersehen und folglich nicht angemessen behandelt", weiß der Münchner Orthopäde Dr. Steffen Zenta vom MVZ im Helios. So dauert es nicht selten Monate oder sogar Jahre, bis den Betroffenen wirksam geholfen wird. Therapie der Wahl ist in den meisten Fällen eine unkomplizierte Mini-OP.

Von Dr. Nicole Schaenzler

Beim ersten Mal lässt sich der Schmerz vielleicht noch als »Überreaktion« der Füße auf Strapazen abtun: Nach einem ausgiebigen Fußmarsch, langem Stehen oder Barfußlaufen auf hartem Boden brennt oder sticht es plötzlich heftig zwischen den Zehen. Andere klagen über einen einschießenden elektrisierenden oder krampfartigen Schmerz im Mittelfuß – äußerst unangenehme Beschwerden, die sofort danach verlangen, die Schuhe auszuziehen und die Füße zu massieren. In vielen Fällen werden die Schmerzen dadurch auch wirklich rasch besser oder verschwinden sogar ganz – fürs Erste. Früher oder später meldet sich die Schmerzsymptomatik allerdings mit Wucht zurück und nimmt dann nicht selten unerträgliche Ausmaße an: Im Extremfall löst nun jeder Schritt messerstichartige oder stromschlagähnliche Schmerzen aus, die bis in die (Innenseiten der) Zehen und/oder in den Unterschenkel ausstrahlen.
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Morton Neuralgie - ein Frauenleiden
Schmerzzustände im Bereich des Mittelfußes werden in der Medizin als Metatarsalgie bezeichnet. Hierfür kommen eine Reihe von Ursachen infrage, besonders oft gehen die Schmerzen jedoch auf eine Morton Neuralgie (Morton-Neurinom) zurück: Zwischen der dritten und vierten, gelegentlich auch zwischen der zweiten und dritten Zehe hat sich ein Nervenknoten gebildet. Dieser kann nur wenige Millimeter groß sein, aber auch die Größe einer Erbse annehmen. Hiervon sind hierzulande mehr als 400 000 Frauen betroffen – die Dunkelziffer liegt allerdings höher. Denn oft vergehen viele Monate, bis eine Morton Neuralgie erkannt und angemessen behandelt wird. Dabei genügt bereits der einfache Griff einer erfahrenen Orthopädenhand, um einer Morton Neuralgie auf die Spur zu kommen: »Kann der Schmerz durch Druck mit dem Daumen oder Finger im Mittelfußbereich ausgelöst werden, ist dies bereits wegweisend für den weiteren Untersuchungsgang «, erläutert Dr. Zenta.

Verschlimmerung durch falsche Einlagen
Bleibt eine solche Untersuchung aus, können die eingeleiteten Behandlungsmaßnahmen sogar schädlich sein. Oft wird erst einmal mit orthopädischen Einlagen versucht, das Problem in den Griff zu bekommen – für eine Reihe von Fußbeschwerden ein durchaus probates Mittel, das jedoch bei einer ausgeprägten Morton Neuralgie oft nicht viel ausrichten kann. Im Gegenteil: Viele klagen sogar über eine Verschlimmerung ihrer Beschwerden. »Wichtig ist, dass die Schuheinlagen individuell angefertigt sind. Schlecht angepasste Einlagen, die möglicherweise sogar direkt auf den Schmerzpunkt drücken, anstatt ihn zu entlasten, verschlimmern die Situation nur«, betont Dr. Zenta.

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Der behandelnde Arzt

Dr. med. Steffen Zenta

Über die hierzulande immer noch zu wenig bekannte Morton Neuralgie sprach topfit mit dem Münchner Facharzt für Orthopädie und Sport-medizin Dr. med. Steffen Zenta, der sich mit Ursache, Diagnostik und Behandlung des Krankheitsbildes bestens auskennt. Dr. Zenta praktiziert im MVZ im Helios in München-Neuhausen und behandelt sämtliche Erkrankungen und Fehlstellungen des Fußes, z.B. durch gelenkerhaltende Operationen bei Hallux valgus, Vorfußoperationen, Hammer- und Krallenzehenchirurgie oder die endoprothetische Versorgung des Großzehengrund- und des Sprunggelenks.


Nähere Infos unter:
www.mvz-im-helios.de