"Hautstraffung ja, Facelift nein"
Mit minimalem Aufwand ein maximales Ergebnis erreichen


Zwar würde hierzulande jede dritte Frau über Vierzig gern die Hilfe der Ästhetisch-Plastischen Chirurgen in Anspruch nehmen, um die unerwünschten Spuren der Zeit in ihrem Gesicht zu mildern — dies jedoch am liebsten so schonend und so wenig invasiv wie möglich. Ist dieser Wunsch realistisch? »Auf jeden Fall!« lautet das ermutigende Fazit des Gesprächs, das TOPFIT mit den renommierten Münchner Fachärzten für Ästhetisch-Plastische Chirurgie Priv.-Doz. Dr. Max Geishauser, Dr. Eugen Herndl, Dr. Stefan Schmiedl und Dr. Hans-Hermann Wörl zu diesem Thema geführt hat.

Von Dr. Nicole Schaenzler

Herr Dr. Wörl, in den Medien tauchen immer wieder Bilder von Prominenten auf, deren Gesicht nach einer operativen Verjüngung unnatürlich oder maskenhaft wirkt. Hat ein Facelift wirklich negative Auswirkungen auf die Natürlichkeit des Gesichts?
Dr. Wörl: Ein glatt gestrafftes, in seinem Ausdruck erstarrtes Gesicht, das kaum mehr etwas mit der eigenen Persönlichkeit zu tun hat, ist meist das Ergebnis einer falsch gewählten oder unsachgemäß ausgeführten Vorgehensweise — und damit kein Maßstab für einen erfahrenen Facharzt der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie.
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Unser Anliegen ist es ja gerade, mit gezielten Maßnahmen zu einem jüngeren, natürlichen, erholt wirkenden Gesichtsausdruck zu gelangen, ohne dass die individuellen Züge verändert werden oder ein »maskenhafter« Eindruck entsteht. Hierfür stehen uns heute gewebeschonende, risikoarme Methoden zur Verfügung. Mit einem minimalen Aufwand ein maximales Ergebnis zu erreichen — auf diesem Prinzip basiert im Wesentlichen die moderne ästhetisch-plastische Gesichtsverjüngung. Dabei reicht das Spektrum von einer unkomplizierten Hautstraffung bis hin zur operativen Anhebung ganzer Gesichtspartien — je nachdem, was genau der optischen Disharmonie zugrunde liegt und natürlich auch, welche Wünsche und Vorstellungen der Patient hat. Denn das Vertrauen unserer Patienten, nicht nur fachlich fundiert, sondern auch patientenorientiert beraten zu werden, ist für uns oberstes Gebot.

Wie gehen Sie z. B. vor, wenn es darum geht, erschlaffte Wangen wieder in Form zu bringen?
Dr. Schmiedl: Herabhängende Wangen und Mundwinkel oder ausgeprägte Nasen-Lippen-Falten tragen oft zu einem verhärmt wirkenden Gesichtsausdruck bei — eine alterstypische Veränderung, die von vielen Betroffenen als unschön und nicht ihrer Persönlichkeit entsprechend empfunden wird. Dank der modernen Techniken lässt sie sich jedoch in der Regel unkompliziert und besonders risikoarm beheben, ohne dass eine mehrstündige Operation nötig ist...
Dr. Geishauser: …...überhaupt ist ein »großer« Eingriff für ein optimales Ergebnis heutzutage eigentlich nur noch selten notwendig. Zumal ja nicht alle Gesichtsstrukturen gleichermaßen vom Alterungsprozess betroffen sind. Oft zeigt er sich bevorzugt an unterschiedlichen Arealen, wohingegen andere Partien des Gesichts erst einmal weniger stark betroffen sind. Deshalb reicht es für den Verjüngungseffekt oft aus, einzelne Gesichtspartien, z. B. Stirn, Augenlider oder Wangen zu korrigieren — hierfür stehen uns inzwischen zahlreiche gewebeschonende Möglichkeiten zur Verfügung. Nicht selten kommen auch Kombinationen von Behandlungen in Betracht. Selbst wenn es darum geht, das unmittelbar unter der Haut gelegene Gewebe — die SMAS-Schicht — mit in die Behandlung einzubeziehen, ist es im Allgemeinen nicht notwendig, ein umfangreiches Facelift durchzuführen. Dass sich nicht nur die Haut, sondern mit der Zeit auch Form und Proportion des Gesichts verändern, geht auf das altersbedingte Absinken der SMAS-Schicht zurück: Gesichtszüge entgleiten, abgesunkene Augenlider, Stirnund Augenbrauenpartien sorgen für einen müden Ausdruck. In diesen Fällen kann es sinnvoll sein, die SMAS-Schicht operativ wieder an ihre ursprüngliche Position zu rücken, dort zu fixieren und den entstandenen Hautüberschuss um das Ohr zu entfernen.

Muss man dafür besonders stark »in die Tiefe« gehen?
Dr. Wörl: Nein, z. B. kommt unsere bevorzugte Technik, die MACSMethode (Minimal Access Cervical Suspension), ohne das Ablösen von Unterhautfettgewebe aus. Hierbei wird die SMAS-Schicht durch eine spezielle fortlaufende Nahttechnik in Form einer Umkehrschleife wieder an ihren ursprünglichen Ort zurückverlagert. Auf diese Weise können wir nicht nur das Weichteilgewebe in der Mitte des Gesichts, sondern z. B. auch die subkutane Muskelschicht des Halses repositionieren. Damit ist die MACS-Methode eine schonende, risikoarme Alternative zu herkömmlichen Vorgehensweisen: Die Operation ist deutlich kürzer, die Gefahr für Komplikationen ist denkbar gering, die Phase der Rekonvaleszenz beträgt nur wenige Tage. Der Effekt: Das Gesicht hat wieder einen erholten, dynamischen Ausdruck, ohne maskenhaft oder »geliftet« zu erscheinen.

 


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Der behandelnde Arzt



Die Münchner Fachärzte für Plastische Chirurgie Dr. med. Eugen Herndl, Priv. Doz. Dr. med. Max Geishauser, Dr. med. Stefan Schmiedl und Dr. med. Hans-Hermann Wörl (v. l. n. r.) blicken auf eine lange Berufserfahrung zurück. Neben den verschiedenen Methoden der nicht-operativen (z. B. Faltenbehandlung mit Botox und Hyaluronsäure) und operativen Gesichtsverjüngung (z. B. straffende Verfahren, MACS-Methode) umfasst ihr Behandlungsspektrum sämtliche Leistungen der Rekonstruktiven sowie der Ästhetisch-Plastischen Chirurgie wie Brustvergrößerung und -verkleinerung, Fettabsaugung, Venen- und Handchirurgie.