Moderne Leistenbruch-Operation
schonend, sicher, risikoarm


Längst gilt der Leistenbruch als »verkannte Volkskrankheit«. Jedes Jahr erleiden in Deutschland rund 250 000 Menschen einen Leistenbruch. Die Betroffenen sollten sich möglichst bald einer Operation unterziehen — anders lässt sich eine Leistenhernie nicht erfolgreich behandeln. Ängste sind unbegründet: Heute sind die Möglichkeiten der Chirurgie besser denn je, einen Leistenbruch risikoarm und gewebeschonend zu beheben. Zudem kann z. B. mit der Implantation eines Kunststoffnetzes heute in vielen Fällen ein Wiederauftreten des Bruchs verhindert werden.

von Dr. Nicole Schaenzler

Eine sicht- und tastbare Schwellung in der Leistengegend, im Nabel- oder Narbenbereich nach einer Bauchoperation ist das Leitsymptom für einen Bauchwandbruch: In der Bauchwand hat sich eine Lücke (Bruchpforte) gebildet, durch die in bestimmten Situationen, z. B. beim Husten, Pressen oder Heben schwerer Gegenstände, Teile des Bauchhöhleninhalts hervortreten. Diese können im Liegen dann oft wieder »weggedrückt« werden. Bauchwandbrüche (Hernien) können angeboren oder erworben sein und praktisch überall im Bereich der Bauchwand auftreten. Der einzelne Bauchwandbruch wird jeweils nach dem Ort der Bruchpforte benannt.
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Besonders oft ist die Leistengegend (Leisten- oder Schenkelbruch) betroffen, aber auch Nabelbrüche, bei denen die Bruchpforte am Nabel liegt, kommen relativ häufig vor. Eine Variante ist der Narbenbruch, der nach chirurgischen Eingriffen – insbesondere nach einem offenen Bauchschnitt (Laparotomie) – entsteht und eine Vorwölbung von Organen der Bauchhöhle zur Folge hat. Keine Alternative zur OP Bauchwandbrüche werden oft bagatellisiert, obwohl sie gefährliche Komplikationen nach sich ziehen können. Manch einer greift sogar auf ein Bruchband zurück – ein denkbar ungeeignetes Mittel, um den Leistenbruch zu behandeln. Vor allem bietet ein Bruchband ebenso wie andere konservative Maßnahmen keinen Schutz vor einer Einklemmung des Bruchinhalts. Verfängt sich Gewebe im Bruch, kann dies starke (ausstrahlende) Schmerzen zur Folge haben. Größte Gefahr droht, wenn Darmanteile einklemmen, die sich nicht mehr durch die Pforte in den Bauchraum zurückdrängen lassen. Um ein Absterben oder einen Darmwanddurchbruch zu verhindern, muss sofort eine Notoperation durchgeführt werden.

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Der behandelnde Arzt

Dr. Söller

Dr. med. Jörg Buhr ist Facharzt für Chirurgie und Viszeralchirurgie und praktiziert gemeinsam mit dem Viszeralchirurgen Dr. Sebastian Fischer, dem Phlebologen Dr. med. Thomas Schrott und der Fachärztin für Chirurgie und Gefäßchirurgie Nora Rämisch in der Praxisklinik München-Pasing.

Schwerpunkte des medizinischen Leistungsspektrums sind u. a. alle klassischen und modernen Operationstechniken zur Behebung von Bauchwandbrüchen sowie die Diagnose und Behandlung von Enddarmerkrankungen wie Hämorrhoiden, Fisteln, Fissuren und Stuhlinkontinenz. Im Zentrum für Koloproktologie führen Dr. Buhr und Dr. Fischer sowohl ambulante Operationen als auch Dickdarm- und Enddarmspiegelungen (zertifiziert auch im Rahmen der Krebsfrüherkennung) durch.

Nähere Informationen unter:
www.praxisklinikmuenchen.de