Magnetfeldresonanztherapie
bei Allergien und Hautkrankheiten

Allergien und Probleme des Immunsystems, womit im weiteren Sinn auch viele Hauterkrankungen zusammenhängen, nehmen zu. Bereits Kinder leiden oft daran. Bisherige Behandlungsformen liefern meist nur Teilerfolge, so dass die Erprobung neuer Therapien unerlässlich ist. Die Magnetfeldresonanztherapie ist ein solches neues Verfahren. Ihre Hauptdomäne waren bisher Knorpel- und Knochenerkrankungen, doch sie erweist sich bei vielen weiteren Krankheiten als hilfreich. TOPFIT sprach darüber mit dem Münchner Arzt Dr. Martin Gschwender.

Worauf basiert das breite Wirkungsspektrum dieser Therapie?
Dr. Gschwender: Die niederenergetische Magnetfeldresonanztherapie greift optimierend in einen grundlegenden Prozess im Körper ein: in die Zellatmung. Durch die Einwirkung der Magnetfeldresonanz werden die Zellen besser mit Sauerstoff versorgt, d.h. jede Zelle, egal in welchem Organ, kann besser arbeiten.

Welcher Zusammenhang besteht hier zu Allergien?
Dr. Gschwender: Ein direkter Sauerstoffmangel liegt bei einer Allergie zwar nicht vor, doch der Körper befindet sich im »Ausnahmezustand«. Die Zellen arbeiten nicht mehr so, wie sie sollten. Werden sie in ihrer natürlichen Regulation, z.B. durch mehr Sauerstoff, unterstützt, kann sich der gesamte Körper wieder besser in den »Normalzustand« zurück versetzen. Hierbei ist auch wichtig, dass 70 bis 80 Prozent unseres Immunsystems im Darm sitzen — vor allem die Elemente, die eine »überschießende« Reaktion (= Allergie) zügeln können. Durch die Magnetfeldresonanztherapie wird die Darmfunktion reguliert/optimiert, die Durchblutung deutlich verbessert und das Immunsystem positiv reguliert. Eine allergische Reaktion lässt sich so abschwächen oder ganz verhindern.

Wie wirkt sie bei Hauterkrankungen?
Dr. Gschwender: Die Hauptwirkung liegt auch hier in der verbesserten Sauerstoffversorgung des Gewebes. Zusätzlich wirkt die Magnetfeldresonanz direkt positiv auf die Fibroblasten — auf die Zellen, die eine Wundheilung fördern.

Welche Form der Magnetfeldtherapie kommt hier zum Einsatz?
Dr. Gschwender: Internationale Studien zeigen, dass der beste Effekt mit gepulsten, niederfrequenten und niederenergetischen Magnetfeldern erreicht wird. Die verwendeten Magnetfeldstärken bewegen sich dabei im Bereich des natürlichen Erdmagnetfeldes.

Wie wird die Therapie durchgeführt und wie häufig sollte behandelt werden?
Dr. Gschwender: Der Patient liegt bekleidet auf einem mattenähnlichem Ganzkörperapplikator. Er spürt während der sanften Reiztherapie meist nichts, denn es gilt das Prinzip: »Steter Tropfen höhlt den Stein«. Je öfter und regelmäßiger die Anwendung erfolgt, desto nachhaltiger ist der Erfolg. Dies ist am besten in der Heimanwendung zu erreichen. Die Geräte sind für diesen Einsatz konzipiert, doch wir setzen sie auch in der Praxis ein. Als minimale Nutzungsintensität gilt die dreimalige Anwendung pro Woche.

Wie lange dauert es, bis sich ein Behandlungserfolg einstellt?
Dr. Gschwender: Das ist abhängig von der Grunderkrankung. Meist sprechen akute Krankheitsbilder wie Allergieschübe schnell an. Bei schweren chronischen Leiden, z.B. bei Schuppenflechte, kann es durchaus einige Wochen dauern.

Gibt es Gegenanzeigen?
Dr. Gschwender: Träger von implantierten elektronischen Geräten (z.B. Herzschrittmachern o. Ä.), Schwangere und Patienten mit Epilepsie sollten von der Behandlung Abstand nehmen.

Wie hoch liegen die Kosten?
Dr. Gschwender: Pro Behandlung muss man mit 10 bis 25 Euro rechnen. Die Krankenkassen übernehmen die Kosten meist nicht. Die Preisspanne für Geräte in der Heimanwendung liegt etwa zwischen 2200 und 3500 Euro.

 

Zur Person


Dr. Martin Gschwender praktiziert in einer allgemeinmedizinisch ausgerichteten Privatpraxis mit Schwerpunkt Naturheilverfahren in der Münchner Innenstadt. Er arbeitet bereits seit 1994 sehr erfolgreich mit der Magnetfeldresonanztherapie. Neben der »Energiemedizin« sind Ozon-/Sauerstoff-Behandlung, Colon-Hydro-Therapie, Sport- und chinesische Medizin weitere Praxisschwerpunkte.