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Pulsierende Magnetfelder Magnetfeldtherapien wurden schon angewendet, als es noch gar keine physikalisch begründete Magnetfeldlehre gab. So wussten bereits die Heilkundigen der Antike die »kosmischen Kräfte« von magnetisch aufgeladenen Metallen zu nutzen. Heute wird die Kraft der von Magneten erzeugten Impulsfelder gezielt zur Behandlung einer Vielzahl von Gesundheitsstörungen eingesetzt. Über die therapeutischen Möglichkeiten der Magnetfeldresonanztherapie sprach topfit mit dem Münchner Arzt Dr. Martin Gschwender. Herr Dr. Gschwender, immer mehr Ärzte und Heilpraktiker behandeln ihre Patienten mit der Magnetfeldresonanztherapie. Auf welchem Wirkprinzip basiert das Verfahren? Dr. Gschwender: Das genaue molekularbiologische Wirkprinzip der Magnetfeldresonanztherapie wird zunehmend erforscht, ist aber bis heute noch nicht ganz entschlüsselt. Wir wissen aus zahlreichen Untersuchungen und weltweiten Studien, dass es durch die Magnetfeldresonanztherapie zur Aktivierung bzw. Optimierung des Zellstoffwechsels kommt. Unser Körper besteht aus Billionen dieser Zellen, die die verschiedenartigsten Aufgaben erfüllen (z.B. Leber-, Nieren-, Muskelzellen). Durch die Anwendung von Magnetfeldresonanztherapie kommt es zu einer verbesserten Sauerstoffversorgung der Zellen. Ähnlich wie beim Holzofen gilt hier auch: je mehr Sauerstoff, desto bessere Energieleistung. Höhere Zellenergie bedeutet: besserer und gesünderer Zellstoffwechsel, also bessere Gesundheit. Können gesunde Zellen hierbei nicht überstimuliert werden? Dr. Gschwender: Eine Überstimulierung gesunder Zellen ist nicht möglich. Der Körper begrenzt den Effekt von selbst. Die Magnetfeldresonanztherapie stellt ein mildes Reiz- und Regulationsverfahren dar. Sie ist nicht – so wie das Doping – geeignet, dem Körper mehr als die Maximalleistung abzuverlangen. Übrigens ist die Nutzung von Magnetfeldresonanzsystemen zur Regeneration im Spitzensport heute schon etabliert. Bei welchen Beschwerden setzen Sie die Magnetfeldtherapie ein? Dr. Gschwender: Der Einsatzbereich der Magnetfeldresonanztherapie ist sehr breit, da das Verfahren am Grundprinzip unseres Organismus, dem Zellstoffwechsel, ansetzt. Den größten Erfahrungsschatz haben wir im Bereich der orthopädischen Anwendungen, z.B. bei Arthrose, Rückenschmerzen, Gelenkbeschwerden, Rheuma, aber auch Hautleiden, Stoffwechsel- und Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie bei der Wundheilungsförderung. Auch Erkrankungen der Nerven nach Verletzungen, Schlaganfall, Multiple Sklerose oder Morbus Parkinson wurden erfolgreich behandelt. Eine Kombination mit anderen Therapien, ob schul- oder komplementärmedizinisch, ist meist problemlos möglich. Für wen ist die Therapie ungeeignet? Dr. Gschwender: Es gibt einige klare Gegenanzeigen, etwa bei Menschen mit elektronischen Implantaten (z.B. Herzschrittmachern) oder mit Epilepsie und bei Schwangeren. Personen mit einer nicht eingestellten Schilddrüsenüberfunktion sollten vor der Anwendung den Arzt konsultieren. Krebsleiden stellen keine Gegenanzeige dar, jedoch sollte hier der Einsatz nur unter Hinzuziehung eines erfahrenen Therapeuten erfolgen. Inzwischen gibt es Geräte zur Heimanwendung. Sollte man sich vor einer Selbsttherapie erst ärztlich beraten lassen? Dr. Gschwender: Das Spektrum der heute angebotenen Systeme ist soweit ausgereift, dass auch der gesundheitsbewusste Laie sehr einfach die positiven Effekte der Methode für sich nutzbar machen kann. Moderne Magnetfeldresonanzsysteme messen mittels eines Biofeedback-Fingersensors den jeweiligen »Zustand« des Patienten und passen dann die Magnetfeldsteuerung automatisch den Biodaten an. Ein interessantes Phänomen: Gerade die regelmäßige Heimanwendung (ca. 2- bis 3-mal pro Tag) zeigt den nachhaltigsten Effekt. Bestehen gesundheitliche Probleme, ist eine therapeutische Begleitung durch in der Magnetfeldanwendung geschulte Therapeuten zu empfehlen. |
Zur Person
Dr. Martin Gschwender praktiziert in einer allgemeinmedizinisch ausgerichteten Privatpraxis mit Schwerpunkt Naturheilverfahren in der Münchner Innenstadt. Er arbeitet bereits seit 1994 sehr erfolgreich mit der Magnetfeld-resonanztherapie. Neben der »Energiemedizin« sind Ozon-/Sauerstoff-Behandlung, Colon-Hydro-Therapie, Sport- und chinesische Medizin weitere Praxisschwerpunkte. |
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