Gesunder Schlaf kommt nicht von ungefähr
Wie man sich bettet...


Ein Drittel unseres Lebens verbringen wir im Schlaf. Dann schaltet unser Organismus auf »stand by« — in einen Erholungszustand, in dem Seele, Geist und Körper auftanken können. So sollte es zumindest sein. Doch immer mehr Menschen leiden unter den Folgen quälender Schlafstörungen. Und dies, obwohl die Ursache für Rückenschmerzen und schlechten Schlaf häufig ganz einfach behoben werden kann: durch eine Matratze und einen Lattenrost, die den Bedürfnissen des Schlafenden individuell angepasst sind.

von Dr. Nicole Schaenzler

Durchschlafen – das war für mich ein Fremdwort«, erinnert sich Christa Steinhauser aus Maisach immer noch ungern. Quälende Rückenschmerzen sorgten dafür, dass sie nachts regelmäßig aufwachte. Morgens fühlte sie sich dann wie »gerädert«. Als ihr auch noch die Finger Tag und Nacht immer wieder einschliefen, pelzig, gefühllos und dick wurden, ging sie zum Neurologen. Der Arzt diagnostizierte ein Karpaltunnelsyndrom und stellte in Aussicht, dass eine Operation über kurz oder lang wohl nicht zu vermeiden sei. Soweit kam es allerdings nicht. Um ihren Rücken zu entlasten, entschied sich Christa Steinhauser erst einmal dafür, eine neue Schlafunterlage anzuschaffen.

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Beim Matratzenkauf ließ sie sich von einem Fachmann beraten. Das Ergebnis war verblüffend: »Bereits nach wenigen Tagen konnte ich durchschlafen. Meine Beschwerden waren vollständig verschwunden. Seitdem starte ich erholt und schmerzfrei in den Tag.«

Lebenselixier Schlaf
Wer im Durchschnitt sieben bis acht Stunden schläft, lebt statistisch gesehen am längsten. Aber jeder Mensch benötigt sein individuelles Schlafpensum, also die Zeit, in der sich Körper, Geist und Seele erholen und in der neue Kräfte für die Herausforderungen des nächsten Tages gesammelt werden können. Wenn die nächtliche Ruhephase gestört wird, kann das ganze Leben aus dem Gleichgewicht geraten. Denn Ausgeschlafen- und Erholtsein ist nicht nur die Grundlage für die Leistungsfähigkeit im Beruf, sondern auch die Voraussetzung dafür, dass wir uns mit Familie und Freunden und natürlich in unserem Körper wohl fühlen. Während des Schlafs regeneriert sich u.a. das gesamte Knochengerüst: die Wirbelsäule, die Muskeln und die gefährdeten Bandscheiben. Für die Erholung spielt unser Bett eine zentrale Rolle. Ausschlaggebend ist, dass Matratze und Lattenrost von guter Qualität sind und den individuellen Bedürfnissen des Schlafenden Rechnung tragen. Eine zu harte oder zu weiche Matratze auf einem durchhängenden oder mangelhaft stützenden Lattenrost führt früher oder später zu einer schlechten Liegeposition. Denn grundsätzlich können wir unsere Liegeposition nur kurz vor dem Einschlafen manipulieren. Wer keine, seinen anatomischen Gegebenheiten angepasste Matratze hat, dreht den Körper während der Nacht oft in eine Fehlhaltung, in der vor allem der Oberkörper extrem verbogen wird. Brustwirbel- und Halswirbelsäule sowie Muskeln und Bänder werden stark unter Druck gesetzt.

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Verbrauchertipps

Walter Braun

Über Einkauftipps für ein individuell passendes Liegesystem sprach topfit mit dem Inhaber des Münchner Fachgeschäfts Matratzen Obermühle, Walter Braun, der seit über 20 Jahren Menschen berät, wie sie optimal liegen können.

* Ein guter Matratzenverkäufer sollte immer nach ergonomischen Richtlinien und menschenorientiert beraten.
* Für ein sinnvolles Probeliegen sollte man zwischen mindestens vier verschiedenen Härtegraden oder Matratzenarten auswählen können. Ideal sind acht bis zehn Auswahlmöglichkeiten.
* Beim Probeliegen sollten die Matratzen auf den passenden Unterbauten bzw. Lattenrosten liegen. Denn jede Matratze kann durch den Lattenrost positiv oder negativ beeinflusst werden. Wenn der Inhalt der Matratze nicht eingesehen werden kann, sollte unbedingt eine ausführliche Produktbeschreibung ausliegen.
* Sie liegen optimal, wenn die Matratze den Körper in den Hohlräumen ideal stützt, den Druck an den Körperkontaktstellen reduziert, die Wirbelsäule in der natürlich gegebenen Form lagert, sich biegeelastisch an den Körper anpasst und eine hohe Luftdurchlässigkeit besitzt.
* Vergleichen Sie im Liegen Kaltschaum-, Federkern-, Latex- oder Naturmatratzen. Latex und Kaltschäume werden ergonomisch am höchsten bewertet.
* Es kann passieren, dass Sie eine Matratze gut finden, die nicht für Sie geeignet ist. Ein guter Berater wird Ihnen das nach genauer Betrachtung Ihrer Liegehaltung erklären.

Unsere Link-Empfehlung:
www.elax.de