Wohltat für Gelenke und Kreislauf
• Beim Rückenschwimmen liegt ein Vorteil in der unkomplizierten Atemtechnik. Mund und Nase bleiben außerhalb des Wassers. Die Bewegungen ähneln denen des Kraulens. Der Kopf wird vom Wasser getragen, wodurch die Muskeln der Wirbelsäule und im Hals- und Rückenbereich entlastet werden. Er sollte aber nicht zu sehr an die Brust gezogen werden, weil sonst die Halswirbelsäule zu stark beansprucht wird. Rückenschwimmen ist optimal, um Gelenke schonend zu trainieren, ohne dabei einen erhöhten Abrieb des Gelenkknorpels (Arthrose) zu riskieren.
• Kraulen ist der schnellste Schwimmstil und fordert vor allem die Armmuskulatur. Die Arme leisten beim Kraulen bis zu 80 Prozent des Antriebs. Dies stellt hohe Anforderungen an Kraft und Ausdauer sowie die Koordination.
• Das Motto von Aqua-Fitness: Was im Fitnessstudio geht, geht auch im Wasser. Ob Hanteln stemmen, unter Wasser Rad fahren oder einfach nur joggen oder steppen – im nassen Element haben all diese Übungen einen entscheidenden Vorteil: Das eigene Körpergewicht muss durch den Auftrieb nicht getragen werden, die Gelenke werden so gut wie gar nicht beansprucht. Die Muskeln hingegen müssen umso mehr Arbeit leisten, der Trainingseffekt ist immens. Je nach Trainingsziel kann außerdem ein speziell auf bestimmte Muskelgruppen abzielendes Übungsprogramm aufgestellt werden.
Gut vorbereitet ins Wasser
Auch wenn es aus sportmedizinischer
Sicht keine » Idealzeit« fürs
Schwimmen gibt: Direkt nach dem
Essen ist es nicht empfehlenswert.
Denn dann braucht der Magen Energie,
um zu verdauen und muss
gut durchblutet werden. Dieses
Blut steht dann Gehirn und Muskeln
nicht zur Verfügung, und geschwächte
Muskeln neigen z. B. viel
schneller zu Krämpfen – das kann
vor allem im tiefen Wasser gefährlich
werden. Daher ist es sinnvoll,
weder mit ganz leerem, noch mit
vollem Magen schwimmen gehen.
Wer ohne Abkühlung ins Wasser
springt, gefährdet seinen Kreislauf.
Der plötzliche Kältereiz kann im
schlimmsten Fall einen Schock hervorrufen.
Menschen mit niedrigem
Blutdruck und schwachem Kreislauf
sollten sich auf jeden Fall abkühlen,
vor allem wenn der Temperaturunterschied
zwischen Luft und
Wasser groß ist. Deshalb gilt: Vorher
unter der Dusche langsam abkühlen,
dann erst ins Becken springen.
Kühlen Sie erst die Pulsadern
an Händen und Füßen, und arbeiten
Sie sich dann weiter zur Mitte
vor, also Beine und Arme, Schultern
und zum Schluss die Herzgegend.
Wer viel im gechlorten Wasser
schwimmt, sollte auch Haut und
Augen schützen. Cremen Sie Ihre
Haut vor dem Schwimmen mit einer
fetthaltigen Creme oder Lotion ein,
um sich besser vor dem austrocknenden
Chlorwasser zu schützen.
Durch eine Schwimmbrille können
Augenrötungen und Brennen verhindert
werden. Die Schwimmbrille
muss dicht sein, sich aber trotzdem
angenehm tragen lassen.
Kühl oder kühler?
Bei niedrigem Blutdruck oder Venenerkrankungen
kann das Wasser
ruhig ein wenig kühler sein. Dann
ziehen sich die Blutgefässe zusammen,
und das Blut kann besser zum
Herzen transportiert werden.
Bei Asthma und Rückenschmerzen
ist eine mittlere Wassertemperatur
zu empfehlen; bei Gelenkserkrankungen
tut Wasser mit Körpertemperatur
besonders gut. Bei hohen
Temperaturen kann allerdings der
Kreislauf belastet werden – vor
allem, wenn es sich um Thermalwasser
handelt.
Achten Sie darauf, Ihre nasse Badekleidung
möglichst rasch auszuziehen,
um Unterkühlungen oder
Harnwegsinfekte zu vermeiden.
Zum Schluss sollten Sie die beanspruchte
Haut gut eincremen.
