MVZ im HELIOS - fachärztliche Kompetenz unter einem Dach
Optimale Hilfe bei Skisportverletzungen

Für Skifahrer und Snowboarder hat die Saison begonnen. Sie freuen sich schon darauf, endlich wieder auf die Piste zu gehen. Doch Vorsicht: Auch geübte Wintersportler sind nicht vor Sturzverletzungen gefeit. Wie das Verletzungsrisiko minimiert werden kann und was im Ernstfall zu tun ist, darüber sprach TOPFIT mit dem Münchner Orthopäden und Sportmediziner Dr. med. Heribert Konvalin vom MVZ im HELIOS.
Von Dr. Nicole Schaenzler und Ruth Auschra

Skifahrer und Snowboarder müssen auf der Piste fit sein: Muskeln, Bänder, Sehnen und Gelenke müssen Richtungswechsel blitzschnell und sicher umsetzen können, wenn beispielsweise eine Eisplatte auftaucht, eine Pistenraupe die Fahrt versperrt oder eine Buckelpiste volle Konzentration verlangt. Hierfür sind Beweglichkeit und Koordination, aber auch Kraft und Ausdauer wichtig – und dies am besten von Anfang an: »Auf keinen Fall sollte man untrainiert in die Skisaison starten«, rät Dr. Konvalin. »Durch mangelnde Fitness besteht nicht nur erhöhte Überlastungs-, sondern auch Verletzungs- bzw. Unfallgefahr. Wer längere Zeit keinen Sport mehr getrieben hat, sollte mindestens sechs Wochen vor dem Skiurlaub mit einem gezielten Fitnesstraining beginnen.«

Sinnvoll ist beispielsweise ein auf den individuellen Leistungsgrad abgestimmtes Konditionstraining, das am besten mit einem Sprungkrafttraining und einem ausgewogenen Programm für Bauch, Rücken und Oberkörper kombiniert. Sportvereine und Fitnesscenter bieten entsprechende Kurse an, ebenso sind spezielle Angebote für Wintersportler, etwa Skigymnastik, empfehlenswert. Im Übrigen spricht nichts dagegen, ohne Anleitung eines Trainers aktiv zu werden: »Mit Joggen oder Inline-Skaten kann man ebenfalls seine Fitness steigern«, bestätigt Dr. Konvalin.

Langsam angehen lassen
Nach einer hektischen Arbeitswoche Samstagmorgen ultrafrüh aufzustehen und eilig loszufahren, um dann bis zur Dunkelheit Ski oder Snowboard zu fahren, ist aus sportärztlicher Sicht nicht günstig:»Auf die veränderten klimatischen Bedingungen, aber auch auf die ungewohnte sportliche Höchstleistung muss sich der Organismus erst einmal einstellen. Deshalb sollte man es am Anfang langsam angehen lassen«, rät Dr. Konvalin. Erst wenn sich der Körper nach zwei bis drei Tagen an die veränderten Bedingungen gewöhnt hat, sind Tagestouren kein Problem mehr.

Alkohol ist tabu
Was auf der Straße gilt, ist auch auf der Piste richtig: Voll konzentriert zu sein und stets den Überblick zu behalten, um auf Unvorhergesehenes im Zweifelsfall rasch reagieren zu können – diese Grundvoraussetzung für eine möglichst große Sicherheit im Skisport ist nur dann gewährleistet, wenn konsequent auf Alkohol verzichtet wird. Tatsache ist, dass sich die meisten Ski- und Snowboardunfälle nachmittags ereignen – weil der Durst in der Mittagspause mit Bier, Jagertee oder einem anderen alkoholischen Getränk gelöscht wurde.
In den letzten Jahren haben auch die Unfälle durch Zusammenstöße zugenommen: Typischerweise überholt ein schnellerer Fahrer, ohne mit den weiten Bögen der Anfänger zu rechnen. Umgekehrt können Anfänger mögliche Gefahren für sich und andere durch Fehlverhalten oft noch nicht richtig einschätzen. Dann kann es schon mal passieren, dass z. B. direkt hinter einer unübersichtlichen Kurve oder einem Buckel pausiert wird. »Auf der Piste sind Rücksicht und Weitsicht gefragt«, betont Dr. Konvalin. Gleiches gilt, wenn man mit Kindern unterwegs ist: Dann sollte der Tagesablauf geplant und nicht darauf gewartet werden, dass Müdigkeit eine Pause erzwingt. »Zwei Stunden Skifahren am Vormittag und dann noch einmal zwei Stunden nachmittags – nach einer ausgiebigen Mittagspause– sind vor allem für kleinere Kinder angemessen«, so der Sportarzt, »sonst sind sie überfordert, und die Unfallgefahr steigt.«

Plädoyer für Helm und passende Stiefel
Die richtige Ausrüstung hilft dabei, Unfälle und Verletzungen zu minimieren. Dass auch ein Schutzhelm unbedingt zur Skiausrüstung gehören sollte, liegt Dr. Konvalin besonders am Herzen: »Viele schwere Kopfverletzungen könnten vermieden werden, wenn Skifahrer und Snowboarder einen Helm tragen würden.« Ebenso können Handgelenkschützer und Rückenprotektoren zu einer größeren Sicherheit bei diesen Sportarten beitragen. Die Länge von Ski- und Snowboardmodellen richtet sich nach der Körpergröße und dem sportlichen Können; außerdem sollten deren Kanten und Beläge kontrolliert und eventuell erneuert werden. »Um herauszufinden, ob die Bindung noch optimal eingestellt ist, ist der Fachmann gefragt: Er misst den Durchmesser des Schienbeinkopfes, erfragt Gewicht und Fahrkönnen und stellt die Empfindlichkeit passend ein«, erklärt Dr. Konvalin. Zudem sollte die Bekleidung nicht ausschließlich modischen Kriterien entsprechen. So hat beispielsweise eine gute Snowboardhose einen besonders stabilen Gesäßbereich und besteht aus rutschhemmendem Material.
Gute Skisocken halten nicht nur die Füße warm, sondern beugen unangenehmen Druckstellen an den Füßen vor.
Und was zeichnet einen guten Skistiefel aus? »Gute Skistiefel bieten den Füßen die ideale Passform, sie drücken nicht und engen nicht ein, sorgen aber trotzdem für einen guten Halt. Die Zehen sollten ausreichend Platz haben, sich zu bewegen, die Ferse darf aber nicht nach oben rutschen. Zu groß sollten die Skistiefel aber auch nicht sein, denn sie verleiten den Fahrer dazu, vor der Abfahrt die Schnallen enger zu schließen und so den Fuß zu quetschen. Dadurch wird ein schädlicher Druck auf Blutgefäße und Nerven ausgeübt, sodass die Blutversorgung abgeschnürt wird. Die Folgen
sind kalte Zehen, ›eingeschlafene‹ Füße bis hin zu Krämpfen und Schmerzen«, so Dr. Konvalin.

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Die Pluspunkte des MVZ im HELIOS

* Qualitätsgesicherte Präventionskonzepte
helfen dabei, orthopädische Erkrankungsrisiken zu erkennen, um die
Entstehung von Krankheiten zu verhindern, hinauszuzögern oder abzuschwächen.
* Zur umfassenden Diagnostik gehören
eine ausführliche Erhebung der Krankengeschichte, die sorgfältige körperliche Untersuchung und der Einsatz hochwertiger, innovativer Medizintechnik.
* Gut abgestimmte diagnostisch-therapeutische Vorgehensweisen ermöglichen den Ärzten ein effizientes Arbeiten auf hohem wissenschaftlichem Niveau (evidenzbasierte Medizin). Aus Patientensicht sind die komfortablen Abläufe mit geringen Wartezeiten wichtig, bei denen unnötige Doppeluntersuchungen von Praxis und Klinik entfallen.
* Eine ganzheitliche Sichtweise der
Patientenprobleme ermöglicht es, akute
Beschwerden mit Augenmaß zu behandeln, ohne die langfristigen Therapieergebnisse aus dem Auge zu verlieren.

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www.mvz-helios.de