Volkskrankheit Trockene Augen Gezielte Therapie durch Augentropfen Die Augen kratzen, brennen und tränen. Sie
sind müde, trocken und gerötet. Vor allem
in der kalten Jahreszeit plagen sich immer
mehr Menschen mit diesen Augenreizungen
und dem typischen »Sandkorngefühl«. Die
Ursachen sind vielfältig und müssen erst von
einem Augenarzt geklärt werden. Hat er die
Diagnose gestellt, können die Beschwerden
mit einer gezielten Therapie durch Augentropfen erfolgreich behandelt werden.
Von Andrea Huber
Der Tränenfilm des Auges
besteht aus drei
Schichten (wässrig, fetthaltig
und schleimhaltig) und
wird durch den Lidschlag über
die Augenoberfläche verteilt. Er
schützt sie vor dem Austrocknen,
vor Bakterien und Staub. Nur
wenn die drei Schichten des Tränenfilms
in der richtigen Zusammensetzung
und ausreichenden
Menge abgegeben werden, ist
ein optimaler Schutz möglich.
Wird eine dieser drei Schichten
in der falschen Menge abgegeben
oder fehlt sie gar, kommt es
zu einer Benetzungsstörung der
Augenoberfläche.
Viele Menschen sind zunächst irritiert,
dass Sie ein Trockenes Auge
haben sollen, obwohl ihre Augen
doch ständig tränen. Man unterscheidet
hier, ob zu wenig Tränen
gebildet werden oder ob die Tränen
von schlechter Qualität sind.
Grundsätzlich
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gibt es zwei Arten von Tränen:
• Konstante Tränen haben ein
ausgewogenes Verhältnis der
drei Schichten. Sie werden ständig
gebildet und befeuchten die
Augenoberfläche. Es kann jedoch
vorkommen, dass von den konstanten
Tränen zu wenig gebildet
werden. Die Augenoberfläche
wird dann nicht mehr mit ausreichendem
Tränenfilm benetzt.
• Reflextränen werden bei einer
Augenreizung gebildet. Ist
die Augenoberfläche zu trocken
oder wird sie durch Wind,
Staub oder zu helles Licht gereizt,
bildet das Auge umso mehr Tränen,
um der Reizung entgegenzuwirken.
Deshalb tränen die Augen
oft, auch wenn die eigentliche
Erkrankung ein Trockenes
Auge ist. Reflextränen besitzen nicht dieselbe Qualität wie konstante
Tränen. Sie haben kein
ausgewogenes Verhältnis der
drei Schichten und versorgen
deshalb die Augen oberfläche
nicht optimal.