Lust auf schöne Zähne

Ästhetisch perfekt — ganzheitlich saniert


Ein strahlendes Lächeln — das ist einer der Schlüssel zum Erfolg. Es signalisiert Offenheit und schafft Vertrauen. Zu einem solchen Lächeln gehören auch ästhetisch schöne Zähne. Grundlage für schöne Zähne ist wiederum die Zahngesundheit. Die ganzheitliche Zahnmedizin will beides: Ästhetik und optimale Zahngesundheit. 

Von Dr. Lena Kertag

Zahngesundheit beginnt bereits im Kindesalter. Mit dem Wechselgebiss wird es besonders wichtig, dass bei späteren Zahnsanierungen möglichst keine schädlichen Materialien, etwa Amalgam oder Metalllegierungen, verwendet werden und dass schon früh eine gute Prophylaxe erfolgt. Kieferorthopädische Probleme in diesem Alter lassen sich mit einem Bionator noch gut beeinflussen. Der Bionator ist eine individuell angepasste, lose im Mund getragene Zahnspange, die zu einer Normalisierung des Mundraums führt, also Phänomene wie Überbiss, Zahnfehlstellungen etc. auf natürliche Weise korrigiert. Hierbei kann eine zusätzliche osteopathische Behandlung sehr hilfreich sein.

Gesunde Mundflora
Prophylaxe ist das A und O, um die Zähne gesund zu erhalten. Dazu gehört einerseits die übliche Zahnpflege, andererseits etwa die Vorsorge gegen Parodontose und – in der ganzheitlichen Zahnmedizin – auch das Aufspüren von Herden an den Zähnen, die sich auf andere Körperbereiche auswirken. Denn an den Zähnen hängt sehr viel mehr als »nur« die Zahngesundheit! Eine Prophylaxe sollte immer von einer speziell ausgebildeten Zahnhygienikerin durchgeführt werden. Entscheidend für Art, Dauer und Häufigkeit der Prophylaxesitzungen sind Speicheltests, die Aufschluss über Bakterien, Säuregehalt und Selbstreinigungskraft der Mundhöhle geben. Die Prophylaxe ist unabdingbar für die Zahngesundheit.

Ästhetische Zahnsanierung mit bioverträglichem Material
Doch was tun, wenn man (trotzdem) Zahnprobleme hat, wenn man sich nicht mehr traut, den Mund aufzumachen? Hier bietet die ganzheitliche Zahnmedizin neue Ansätze der ästhetischen Sanierung – mit Füllungen, Inlays oder Kronen aus Vollkeramik bzw. mit bioverträglichen Kompositen. Das Allerneueste: Implantate aus Vollkeramik. Vollkeramik hat zwei Pluspunkte: Sie ist die bioverträglichste Lösung und ästhetisch optimal. Reine Keramikkronen kommen den natürlichen Verhältnissen am nächsten und passen harmonisch ins Lippenbild. Hinzu kommt, dass die ganzheitliche Zahnsanierung immer so viel Zahnsubstanz wie möglich erhalten will. Insofern ist die Modellierung von Zähnen mit Komposit (ohne Abschleifen), etwa bei Zahnlücken, eine Alternative zur herkömmlichen Überkronung.

Das Interview zum Thema

Frau Dr. Weber, die Diskussion um Amalgam dauert an. Gibt es neue Erkenntnisse?
Dr. Weber: Amalgam ist – neben Bioziden und Schimmelpilzen – Umweltgift Nr. 1. Zahnärzte haben strenge Vorschriften in Bezug auf Amalgam: Es darf nicht ins Abwasser gelangen – leider aber immer noch in den Mund von Patienten. Dort löst sich das Quecksilber im Amalgam und wird frei gesetzt; besonders toxisch wird es, wenn noch andere Metalle, etwa Goldkronen, in der Nähe sind. Eine neue Studie belegt, dass häufiges Zähneputzen und Kaugummikauen eine lang anhaltende Quecksilberfreisetzung auslösen. Gleiches gilt für nächtliche Knirscher. Bei Sportlern konnte nachgewiesen werden, dass u.a. toxische Metallbelastungen der Zähne die Heilung von Verletzungen beeinträchtigen. Idealerweise sollte gar kein Metall mehr in den Mund gelegt werden – vor allem nicht bei elektrosensiblen Personen.
Warum gehören Metallausleitung und Zahnsanierung zusammen?
Dr. Weber: Amalgambelastungen und toxische Schwermetalle im Mund können eine Sanierung gefährden bzw. überhaupt zunichte machen. Ich habe in meiner Praxis oft Patienten, die bis zu zwölf verschiedene Metalle im Mund haben. Hinzu kommen aber noch andere Problembereiche wie Störfelder (stumme, chronische Entzündungen), Defizite im Mineral- und Spurenelementhaushalt oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten. Dies muss diagnostiziert und behoben werden. Deswegen ist es so wichtig, genau auszutesten, welche individuelle Konstellation der Patient hat. Hierzu bedienen wir uns der Applied Kinesiology, einem speziellen Muskeltestverfahren, das Mangelzustände und Unverträglichkeiten aufzeigt. Dann wird eine langsame Metallentfernung vorgenommen. Zusätzlich gibt man orthomolekulare Nährstoffergänzungen bzw. – je nach Fall – auch homöopathische Mittel. Ungefähr ein halbes Jahr später muss unbedingt nachgetestet werden, ob das Metall, etwa Amalgam, auch wirklich aus dem Körper ausgeleitet ist.
Was sind die Vorteile einer Sanierung mit Vollkeramik?
Dr. Weber: Ich restauriere wegen der Bioverträglichkeit und wegen der Ästhetik in den meisten Fällen nur mit Vollkeramik. Amalgam benutze ich schon seit 15 Jahren nicht mehr. Metall sollte möglichst vermieden werden; das gilt auch für Gold. Es ist nun nachgewiesen, dass Edelmetalllegierungen ständige Darmbelastungen nach sich ziehen können. Laut einer neuen Studie hatten Patienten mit mehr als drei Goldkronen signifikant höhere Pilzkolonien im Darm. Für Vollkeramik spricht natürlich auch die fast perfekte Nachahmung der Natur, das abgestufte, opalartige Schimmern der Kronen, das natürliche Aussehen des gesunden Zahnfleischrands. Der Umgang mit Vollkeramik ist aufwändig, etwa bei Inlays, und Vollkeramik ist auch teurer – doch nur so erreicht man derzeit die besten ästhetischen Ergebnisse. Auch die Modellation von Zähnen mit Komposit – bei maximaler Erhaltung der Zahnsubstanz – ist eine Möglichkeit der ästhetischen Zahnmedizin, etwa bei auseinander stehenden Zähnen und Lücken.

 

 

Das Interview zum Thema



Frau Dr. med. dent. Ilse-Phil Weber betreibt seit 1992 eine eigene Praxis für ganzheitlich-biologische Zahnmedizin, ganzheitliche Kieferorthopädie und Ästhetik in München-Sendling. Sie ist zusätzlich in Homöopathie und in Akupunktur ausgebildet und qualifiziertes Mitglied der GZM (Internationale Gesellschaft für ganzheitliche Zahnmedizin e.V.). Seit 1990 bildet sie sich intensiv in ästhetischer Zahnmedizin fort und wird demnächst qualifiziertes Mitglied der Deutschen Gesellschaft für ästhetische Zahnmedizin.

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